Vorsätze 2008

•Januar 28, 2008 • 1 Kommentar

Vorsätze sollte man sich nicht machen,  denn man erfüllt sie sowieso nicht – das habe ich mal gehört. Aber ich mache sie dennoch, denn ohne Ziele durch die Gegend zu laufen ist wie durch die Gegend zu irren – einfach blöd.
Nachdem ich meine Studienzeit hinter mir gelassen habe, freue ich mich auf das gewöhnliche, einfache Leben, das die meisten als langweilig einstufen würden. Aber genau das brauche ich jetzt nach den letzten wilden 7 Jahren als Schüler, Student oder als was auch immer ich tätig war.
Also, die Ziele für 2008 sind: ich einrichten, einleben und an den neuen Job gewöhnen, regelmäßig Sport treiben, Ernährung einstellen (=sich gesund ernähren), die Routine genießen und alle Schulden abbezahlen, Freunde einladen und Kontakte pflegen

Ich denke, das ist machbar in 2008. Es soll ein langweiliges Jahr werden. Oh wie schön muss das sein ;-)

PS: Bisher hatte ich gar keine Zeit für Hobbies. Jetzt würde ich mir aber gerne Zeit dafür nehmen. Aber was könnte ich machen? Hat jemand Ideen für interessante Hobbies? – Danke für jeden Vorschlag :)

Jahresbericht 2000-2007

•Januar 28, 2008 • Kommentar schreiben

Studium – nie im Leben, dann aber doch

Tja, das mit dem Studieren ist eine recht interessante Sache. Nach etwa zwei Monaten in meinem Traumjob habe ich mich entschieden diesen aufzugeben und ein Studium anzufangen. – Das ist schon etwas paradox, denn direkt nachdem ich meine Ausbildung zum Energieelekroniker recht erfolgreich absolviert habe (und damals als totaler Elektronikfreak noch einen passenden Job bekam), war ich mir sicher die Schule für immer und ewig verlassen zu haben. Vielmehr habe ich mir geschworen nicht mehr zur Schule zu gehen und war auch froh darüber. Doch wie so oft im Leben war auch das nur temporär :-)

Doch zunächst kam der Staat – der Zivildienst

Also, direkt nach der Ausildung musste ich (als Deutscher im Sinne des Grundgesätzes – ja, so heißt das in der Vorladung zur Musterung) zunächst Dienst für den Staat leisten. Da mit dem Gewehr durch die Gegend zu laufen und sich im Schlamm zu wälzen nicht zu meinen Interessen gehörte, habe ich mich für den Zivildienst entschieden. Die Verweigerung war auch nicht schwer als jemand, der im Ausland (Polen) Familie hat. Schließlich müsste ich beim Bund das Gelübte schwören und im Ernstfall auf meine Familie schießen. Daher war die Verweigerung des Wehrdienstes eine beschlossene Sache. Als anerkannter Kriegsdienstverweigerer (offiziele Bezeichnung eines Zivis!) habe ich dann 11 Monate beim Malteser Hilfsdienst Dienst für den Staat in der Form „Essen auf Rädern“ und Behindertenfahrdienst geleistet. Dies war eine lustige Zeit mit einigen Touren z.B. auf die Spiekeroog zum Meditationskurs auf Kosten des Staates. Auch haben wir alle beim Malteser richtig Autofahren gelernt – aber Details werden hierzu nicht verraten ;-) Schön war aber der Personenbeförderungschein (und die Ausildung hierzu), den man beim Malteser haben muss um mit Personen durch die Gegend fahren zu dürfen.

Der Traumjob

Ich bin ein Glückskind: direkt nach dem Zivi habe ich mich zwar Pflichtgemäß arbeitslos gemeldet, aber nötig war das nicht. Nach einigen wenigen Bewerbungen wurde ich von einer Elektronikfirma, die Lichtschranken produziert, als Elektroniker eingestellt. – Dies war damals mein Traumjob, denn als totaler Elektronikfreak der Radios, Fernseher und andere Elektronikgeräte auseinandergenommen hat, Trafos umgewickelt hat, Spannungsversorgungen gebaut hat uvm., hatte ich nun die Möglichkeit professionelle analoge Schaltungstechnik zu lernen und so mein Wissen und vorallem mein Hobby zum Beruf zu machen. Voller Motivation und mit (gutem) Wissen aus der Ausbildung vollgepumt bin ich bei der Firma angetreten, wo mir schnell bewusst wurde, dass man als Facharbeiter eben nur ein Arbeiter ist. Am Anfang war noch alles gut und interessant und es hat „Spaß gemacht“ – wie man heutzutage zu sagen pflegt – doch schnell wurden die Grenzen dieses Jobs sichtbar. Nach etwa zwei Monaten, als ich schon einen guten Überblick über die Tätigkeiten hatte, wurde mir klar, dass ich diesen Job oder besser gesagt das was er mir in Zukunft bringen würde nicht im geringsten mit meinen Erwartungen übereinstimmen würde. Nicht finanziell und beruflich, denn die Grenzen im Job nach „oben“ waren klar sichtbar und sind mit der mäßigen Ausbildung kaum zu überspringen. Daher wurde mir klar, dass ich möglichst schnell etwas unternehmen muss, denn ich wusste genau, dass wenn ich noch länger in der Firma bleibe ich mich an den Job und die Routine gewöhnen würde und so es nicht mehr wagen würde etwas zu unternehmen und der persönliche Wille im Alltag untergehen würde – so wie es bei vielen Menschen ist, denen ich begegnet bin.

Schnell geschaltet und gehandelt – die Entscheidung

Die Erkenntnis kam schnell und folgend kam auch die Entscheidung: ich muss mich weiterbilden. Aber wie? Klassich für Elektriker ist die Meisterschule oder Technikerschule, aber von beiden wurde mir abgeraten, als ich mich bei Menschen mit entsprechenden Positionen informiert habe. „Machs gleich richtig und geh’ studieren“ sagte einer zu mir, von dem ich direkt wusste, dass er weiß wovon er spricht. Damit unterstrich er meine Vermutung und verhalf mir so zu meiner definitiven Entscheidung: ich werde Elektrotechnik studieren. Über das Fach Elektrotechnik selbst musste ich nicht nachdenken, denn als Sohn eines Elektrotechnikers hat man einfach den „Strom“ im Blut.

Die Entscheidung war da, aber noch lange nicht war ich auf dem Weg dahin, denn als Hauptschulabgänger mit dem Hauptschulabschluss (10A) durfte ich froh sein, dass ich mit dem Abschluss der Berufsausbildung die Fachoberschulreife (Realschulabschluss) erhalten habe. Dazu war lediglich ein zusätzlicher Englischkurs nötig, den meine Berufsschule angeboten hatte. Aber mit dem Realschulabschluss konnte ich mich noch lange nicht bei der Uni oder FH anmelden. Zwar gibt es hier und da Eingangstest nach denen man auch ohne Abitur studieren kann, wenn man ausreichende Leistungen bringt, aber ich wusste, dass mein Wissen aus der Hauptschule, besonders hinsichtlich Mathematik, nicht ausreichen wird (mal vorsichtig ausgedrückt). Der Wille zu Studieren wurde aber mit jeder gearbeiteten Stunde immer größer, so dass ich mich dazu entschlossen habe die Fachoberschule (FOS) zu besuchen. – Das war für mich damals ein Riesenschritt, denn eigentlich wollte ich nie mehr in die Schule zurück und schon gar nicht in eine die wenig mit Elektrotechnik zu tun hat. Aber die Motivation war größer als jegliche Abneigung und so entschloss ich mich den Schritt zu gehen.

Der Weg nach Cuxhaven und an die FOS-T

Der Entschuss stand fest. Die Voraussetzungen in die Fachoberschule zu gehen waren auch da. Die Motivation war gut; nein sie war so stark, dass sie kaum hätte stärker sein können. Die Frage war nun wo? Damals wohnte ich noch bei meinen Eltern. Zwar gibt es in dieser Umgebung Fachoberschulen, aber da ich eine Freundin in Cuxhaven hatte und der Wille sich vom Elternhaus loszureißen und sich auf eigene Beine zu stellen schon groß war, beschloss ich an die Küste Deutschlands zu ziehen – Cuxhaven. Ich wollte schon immer mal am Meer wohnen und da Cuxhaven eine Fachoberschule Technik (FOS-T) hat, bot sich die Gelegenheit an meinen Traum am Meer zu wohnen zu verwirklichen, in die gewünschte Schule zu gehen und meine damalige Freundin ein Stück glücklicher zu machen (und mich selbst natürlich  auch ;-) ). Wie so oft bei mir, dauern Entscheidungen nicht allzu lange, wenn ich von der Sache überzeugt bin. Genauso war es hierbei. Zeitlich kam die Entscheidung aber etwas unpassend, denn es war Frühling und das Schuljahr fing erst im September an. Da ich aber vom Vorhaben total überzeugt war und der Wille eine eigene Wohnung zu haben ins unermessliche ging, habe ich mich auf die Jobsuche im Norden begeben, damit ich so schnell wie möglich hinziehen konnte. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass die Jobs im Norden Deutschlands grundsätzlich mager sind. Nachdem ich einige Initiativbewerbung an Elektrofirmen (frei aus den Gelben Seiten herausgesucht) geschickt habe, kamen zunächst nur Absagen zurück oder, wie so oft, gar keine Rückmeldung. Von einer Firma aus Bremenhaven kam zunächst eine Absage an; einige Tage später aber dann doch eine Einladung zum Vorstellungsgespräch mit einem „wir haben uns umentschieden“ im Schreiben. Nach erfolgreichem Vorstellungsgespräch bin ich direkt mit einem Vertrag in der Tasche aus der Firma herausgegangen. Dies war ein wahnsinniges Gefühl. Einige Wochen später, als auch die Wohnung in Cuxhaven organisiert war und ich mein Auto (ein ‘92er VW Scirocco) gegen einen Golf III Diesel umgetauscht habe, bin ich dann an die Nordsee gezogen. Achja, mein Motorrad (eine GSX-600F) musste ich leider verkaufen :-(. Es war toll, ich hatte ein Auto, eine 3-Zimmer-Wohnung, einen Job und eine liebe Freundin. Es war Sommer und drei Monate später wollte ich in die FOS-T in Cuxhaven gehen. Also bin ich zur BBS-Cuxhaven gefahren um mich an der FOS anzumelden. Dort habe ich einen Schock erlebt, als mir eine Dame freundlich mitteilte, dass die Anmeldefrist für die FOS-T ist im Februar abgelaufen ist! Na toll! Alles war perfekt und plötzlich drohten sich meine Pläne um ein ganzen Jahr zu verschieben, da ich diesen (winzigen) Punkt nicht beachtet habe! – Aber ehrlich gesagt, hätte ich ihn auch nicht beachten können, denn die Entscheidung in die FOS zu gehen ist ca. im April/Mai gefallen und da wars ja sowieso zu spät. Nun ja, Fakt war, dass ich mich nicht an der FOS-T angemeldet habe. „Haben sie das nicht gewusst oder haben sie mit dem Oberstudienrat gesprochen?“ fragte die Dame. Nun ja, gewusst habe ich es tatsächlich nicht und mit dem Oberstudienrat habe ich auch nicht gesprochen; ich wusste nicht mal was das eigentlich ist. Ich sah die Dame und ihr fragendes Gesicht an und konnte mir zum Glück schnell zusammenreimen, dass der Oberstudienrat ein wichtiger Entscheidungsträger sein muss. „Ja ich habe mit ihm gesprochen“, sagte ich der Frau. „Und sagte er es wäre okay wenn sie aufgenommen werden?“, fragte sie. Dies war die Bestätigung meiner Vermutung und ich bejahte die Frage. Skeptisch sah mich die Dame an und ich wusste, dass mich meine Körpersprache verraten wird, aber ich habe versucht ein Pokerface zu erhalten. Die Dame schaute in ihre Unterlagen und sagte, dass es noch einen Platz in der FOS-T Klasse gäbe. Somit sei das kein Problem. Erleichtert sah ich sie an während Freundegefühle in mir sprudelten, aber ich habe stets versucht mein Pokerface aufrecht zu erhalten. „Haben sie Zeugnisse dabei?“, fragte sie freundlich. Da ich hier war um mich anzumelden und ich mir denken konnte, dass die letzten Zeugnisse hierzu benötigt werden, habe ich sie ihr ausgehändigt. Einige Minuten später habe ich dann die von ihr unterschiebene Anmeldung zur FOS-T ausgehändigt bekommen. Es war der Wahnsinn! Noch vor einigen Minuten war ich innerlich am Boden zerstört und jetzt halte ich die Bestätigung der Anmeldung in meiner Hand! Es war eine Art gefühlsmäßige Achterbahn! Kaum war ich aus der Schule raus, konnte ich es immernoch nicht fassen, dass ich nun offiziell angemeldet war. So wars aber.

Im September habe ich also die FOS-T angefangen und es war ein gutes Gefühl. Allein das, dass ich nicht mehr um 6 Uhr morgens aufstehen musste um nach Bremerhaven zu fahren, hat gut getan. Die ersten Tage habe ich noch genossen, aber dann fing der Stress an. Die FOS-T war nicht leicht und hat viel Arbeit benötigt, aber es hat sich schließlich gelohnt. Ich hatte einen sehr guten Mathelehrer (der übrigens Elektroingenieur war!), der mir ein sehr gutes Mathewissen beigebracht hat. Nach also einem Jahr habe ich die Abschlussprüfung an der BBS bestanden und hatte somit die Fachhochschulreife in meiner Hand. Ein wunderbares Gefühl zu den etwa 2% der Facharbeiter zu gehören, die sich über den 2.Bildungsweg an die Fachhochschulreife wagen und diese auch bestehen.

Jetzt ging das Studieren erst richtig los

Mit der Fachhochschulreife gings dann an die Hochschule Bremen, die mich nach meiner Bewerbung genommen hat. Kaum nach Bremen (Hastedt) ging das Studieren auch los. Am Anfang war alles noch okay, aber schnell nahm das Tempo und der Stoff zu, so dass ich Stunden nachmittags bis spät abends am Rechner verbracht habe. Das Grundstudium (die ersten 3 Semenster) waren schon sehr hart. Ich kann mich erinnern, dass ich damals so einiges aus dem Tagesgeschehen nicht mitbekommen habe. Besonders ist das aufgefallen, als mich Leute danach gefragt haben. „Hast du davon gehört?“, „Was denkst du darüber?“ – Ich hab dann gefragt worüber es überhaupt geht und man hat mich blöd angeguckt. Das Megastudieren hatte weiterreichende folgen und meine liebe Freundin hat sich von mir verabschiedet. Naja, so ist das im Leben, die Polen sagen dazu „Cos za cos“ und meinen damit, dass man etwas opfern muss, wenn man was bekommen möchte oder man könnte auch sagen: „Nichts ist umsonst“. Aber ich habe daraus gelernt und hoffe, dass ich meinen Ehrgeiz besser unter Kontrolle habe. Wie auch immer, es war eine harte Zeit für mich, aber es hat sich gelohnt. Mit Hilfe von einem guten Freund (Michael F.) haben wir damals so einige anscheinend unlösbare Mathe-, Physik- und E-Technikaufgabe gelöst und uns so das Wissen angeeignet. Damals hatte ich schon etwas Ahnung von C und C++ und mit den zusätzlichen Vorlesungen haben wir auch die Programmieraufgaben gut gelöst. Später im Labor (Hauptstudium) haben wir bei den Laborübungen zusammen mit Michael T. ein Trio gebildet (Logo: FKT) und so die Versuche durchgezogen und danach die Berichte erstellt. Dann kam noch David L. hinzu, der uns mit seinem Wissen bereichert hatte. Es war eine gute aber auch anstrengende Zeit an die ich gerne zurück denke. Vielen Dank an alle Beteiligten! :-)

Schon am Anfang des Hauptstudiums hatte ich die Idee ein Auslandssemester zu machen, die mit der Zeit immer mehr zu einem Wunsch wurde. Gleiche Idee hatte auch Michael T. Wir haben uns daher zusammen getan haben und haben nach einer Hochschule gesucht an der wir ein Auslandssemester machen konnten. Schließlich fanden wir einen passenden Kurs an der Hanzehogeschool Groningen in den Niederlanden: International Power Generation and Distribution (IPGD). Ein internationaler Kurs (Dauer 2 Semester) mit Inhalten der Energieerzeugung und Verteilung – Perfekt passend zu unserem Studium (Elektrische Energietechnik)! Priorität jedoch war, dass daruch unser Studium möglichst nicht verlängert werden sollte, sondern dass wir das Auslandssemester, bzw. zwei in diesem Fall, in unser Studium integrieren können. Dies erwies sich schnell als schwerer als gedacht, da schon damals die meisten (wenn nicht alle) europäischen Hochschulen mittlerweile auf die „neuen“ Abschlüsse (Bachelor und Master) umgestellt hatten. Unser Studiengang war aber noch ein Diplom-Studiengang. Daher konnten wir die Kurse nicht direkt als Ersatz nehmen, was auch schon schwierig ist, wenn man von einer anderen Hochschule in Deutschland kommt. Man sagte uns, dass dies nur „auf Antrag“ beim Prüfungsausschuss möglich ist. Nun ja, kein Problem dachten wir uns und haben einen Antrag auf Anerkennung von Prüfungsleistungen gestellt, während wir unser Studium bereits an der Hanzehogeschool Groningen angefangen hatten. Dies war damals schon etwas riskant, denn ohne Anerkennung der Prüfungsleistungen hätten wir unser Studium um ein ganzes Jahr verlänger müssen! Naja, nach langem hin und her, vielen Telefonaten, Erklärungen, unseren Zweifeln am deutschen System wurden unsere Prüfungsleistungen letztlich mit Einschränkungen anerkannt und wir hatten grünes Licht für unser Studium in den Niederlanden! Prima! Aber da wir nicht alle Kurse aus Deutschland ersetzen konnten, mussten wir dennoch alle zwei Wochen nach Bremen und dort Laborversuche durchziehen. Cool, wir waren nun Studenten an zwei Hochschulen in zwei Ländern! – Wenn das nicht ungewöhnlich ist! :-)

Nach einem Jahr also, vieeel Party in Groningen (die Stadt ist voll mit rund 45000 Studenten und bietet ein wahnsinniges Nachtleben), zahlreichen Besuchen von Gas- und Kohlekraftwerken, einer Windkraftanlade, zahlreichen Fahrten zwischen Bremen und Groningen und einer Diplomarbeit an einem Forschungsinstitut haben wir das Jahr sehr erfolgreich Abgeschlossen. Nicht zu vergessen sind die vielen Kontakte unserer Kommilllitonen, die aus der ganzen Welt kamen (z.B. Nigeria, Dänemark, Iran, Holland, Spanien, uvm.). Ich bin froh dieses Jahr in Holland gemacht zu haben, viele tolle Menschen und eine weitere Kultur kennen gelernt zu haben.

Studium, Klappe die Zweite!

Eigentlich wollte ich nach dem Energietechnik-Studium aufhören und endlich anfangen Geld zu verdienen. Aber ähnlich wie vor dem Studium, als ich mir geschworen habe nie mehr zur Schule zu gehen und letztlich doch studieren gegangen bin, wars jetzt wieder so. Ich habe im Studium und den Praktika gesehen, dass wir Ingenieure viel mehr BWL brauchen als uns gelehrt wird. Daher kann der Entschluss schnell noch ein zusätzliches Studium mit betriebswirtschaftlichem Anteil zu machen. Die Idee war nach Bochum zu gehen, wo man nach 3 Semestern einen Wirtschaftsingenieur bekommt, aber ich hatte das Glück auf der Hannover-Messe 2006 die Steinbeis-Hochschule Berlin zu finden, bei der ich letztlich den Master of Business and Engineering gemacht habe. Das schöne an dem Studium ist, dass es nichts kostet, man zusätzlich sogar noch Geld bekommt und es eine Fahrt nach Japan und in die USA enthält. Dort haben wir Case-Studies bearbeitet, die ein Teil des Studiums waren. Gleichzeitig war ich bei der Siemens Corporate Technology in Erlangen, wo ich mich in die Ultraschalltechnologie einarbeiten musste und ein Detektionsverfahren entwickeln durfte. Letztlich bin ich froh, dass das recht stressige Jahr vorbei ist und ich nun endlich fertig mit dem Studieren bin.

Ausstudiert – Endlich fertig

Am Ziel angekommen werde ich ab Februar dieses Jahres einen neuen (richtigen) Job bei Siemens im Bereich der Energietechnik anfangen, auf den ich mich schon sehr freue. Ich freue mich auch auf ein Stück Routine, die mir in den letzten 7 Jahren gefehlt hat. Schließlich habe ich in den letzten 7 Jahren an 6 Orten gewohnt, 3 Praktika absolviert, 4 Jobs gehabt, an 5 Orten studiert, eine Diplomarbeit und eine Masterarbeit geschrieben und in 8 WGs gewohnt. – Ich finde, das reicht erstmal.

DB-Streik: 11% mehr Lohn

•Januar 13, 2008 • Kommentar schreiben

Es tut sich was bei den Verhandlunen zwischen der Bahn und der GDL. Nach heutigen Informationen, haben sich die Parteien auf 11% mehr Lohn verständigt. Der Eigenständige Tarifvertrag ist noch nicht ganz in trockenen Tüchern, aber greifbar nah, wie Spiegel-Online berichtet.

„Die Lokführergewerkschaft will „zu 99 Prozent“ nicht mehr streiken. Die GDL-Spitzengremien haben grünes Licht zur Verhinderung weiterer Arbeitskämpfe gegeben. Gewerkschaftschef Schell erklärte, ein eigener Tarifvertrag für die Lokführer sei zum Greifen nahe. “ (Spiegel.de)

Bleibt abzuwarten  wie das ganze ausgeht. Aber 11% mehr Lohn ist nach meiner Meinung ein richtiger Erfolg für die GDL.

X-Base Backpackers, Magnetic Island

•Januar 13, 2008 • Kommentar schreiben

Eigentlich habe ich mit meiner Freundin geplant hier vom 17.12.2007 bis zum 02.01.2008, also für insgesammt 16 Nächte über Silvester zu bleiben, aber letztlich sind es nur 14 geworden. Weshalb und was es auf der Base zu erwarten gilt, erläutere ich im Folgenden. 

  1. Das Haus was wir bekommen haben, hatte defekte Fenster (lassen sich nicht schließen, da mehrere Lamellen fehlen), was zunächst kein Problem darstellte. Als es jedoch zu regnen anfing, wars nicht mehr so lustig. Der Regen kam nicht nur unter der Tür ins Zimmer, sondern auch über die Fenster, die sich nicht schließen ließen. Nach den ersten eigenen Versuchen das Wasser zu stoppen und die Fenster irgendwie mit Zeitungspapier dicht zu bekommen, haben wir uns dann doch beschwert. Zum Glück hat die X-Base schnell reagiert und uns ein anderes Zimmer (im selben Haus auf der anderen Seite) gegeben. Dies war zum Glück trocken. Doch leider wurden, nur wenige Tage nachdem wir uns über die Nässe beschwert haben, neue Leute in das selbe Zimmer gelassen ohne das sich dort etwas getan hat. Bis heute kann man die Zeitungen finden, mit denen wir versucht haben die Fenster dicht zu bekommen.
  2. Küche, Teil 1: die Küche sollte jeden Tag offiziell bis 22.00Uhr geöffnet sein, aber das funktioniert in der Praxis nicht unbedingt. Mal schließt sie um 20.00Uhr, mal um 21.00Uhr, meistens bleibt sie aber bis 22.00Uhr geöffnet. Nur leider ist das nicht sehr schön wenn man von einer langen strapazierenden Tagestour kommt und sich ein Essen kochen will, dann aber feststellen muss, dass die Küche geschlossen hat. Auch in der Bar bekommt man spät abends kein Essen mehr – Klasse X-Base!
  3. Küche, Teil 2: In der Küche fehlt es an Besteck, Tellern, Kochtöpfen, Tüchern,…, einfach an allem. Es hängen Schilder, nach denen man bitte sein benutztes Geschirr abwaschen, abtrocknen und wegstellen soll. Kein Problem eigentlich, aber wenn keine Tücher zum trocknen bereitgestellt werden, dann kann man schlecht dieser Vorschrift nachkommen.
  4. Küche, Teil 3: Wer in der Küche kochen will (und das wollen bestimmt die meisten Menschen), muss vieeel Zeit mitbringen. Die Kochplatten sind alt und daher haben sie fast gar keine Leistung mehr. Bis das Wasser mit den Kartoffeln zu kochen anfängt, vergehen „Stunden“. Auch braten, etc., macht in dieser Küche keinen Spaß und man muss aufpassen, dass man bis 22.00Uhr fertig wird, bevor man herausgeschmissen wird. Wenn man sogar Pech hat, dann kommen die „Schließer“ schon gegen 20Uhr und wollen dicht machen.
  5. Allgemein: An der X-Base geht so langsam alles kaputt. In der Zeit in der wir hier waren ist der Toaster, 2 Wasserkocher, 1 Mikrowelle und 2 Waschmaschinen kaputt gegangen. Vielleicht ist das ja nur Zufall und es sollte eigentlich kein Problem sein diese Geräte zu erneuern, aber sie machen heir einfach nichts. Der Wasserkocher und Toaster sind erneuert, aber die Mikrowelle in spurlos verschwunden. Von 3 Waschmaschinen und 3 Trocknern funktioniert nur noch ein Trockner und eine halbe Waschmaschine. Eine halbe daher, da diese nicht mehr schleudert und man daher die Wäsche erst per Hand auswringen muss, bevor man sie in den Trockner stecken kann. Aber entsprechend kommt die Wäsche dann aus dem Trockner nicht ganz trocken heraus.
    Nachdem wir die Mängel an der Rezeption gemeldet haben, dachten wir, dass etwas passieren wird und die Geräte erneuert bzw. repariert werden. Aber nein, alles was sie machen ist ein „Out of order“-Schild vor jede Waschmaschine und Trockner zu hängen und das wars dann auch. Echt klasse.
  6. Silverster 2007 am Strand: Aber der Hammer kommt ja noch. Eigentlich wollten wir hier über Silvester bleiben und den Jahreswechsel am Strand erleben. Zufällig haben wir aber ein Poster gesehen, dass auf eine NYE-Party an der X-Base hinwies. Eintritt sei 25$ pro Person für eine Party mit Benni Benassi und seiner wunderbaren Technomusik. Da wir so gar nicht in Techno interessiert sind und eigentlich Silvester ganz ruhig in Zweisamkeit auf dem Strand mit einer Flasche Sekt verbringen wollten, haben wir sicherheitshalber nachgefragt wie die Party organisiert wird, da wir nicht an der Party teilnehmen wollen, sondern nur zum Strand wollten. Was dann als Antwort kam war der Hammer. Uns wurde gesagt, dass wir jeweils ein Ticket für die haben müssen, wenn wir an der Base bleiben wollen. Wenn wir ein Ticket kaufen, dann bekommen wir ein Armband umgebunden mit dem wir uns hier frei bewegen dürfen. Sollten wir Silvester ab 20Uhr ohne Armband irgenwo auf der Base gesehen werden, so würde die Security vom Gelände schmeißen. Dies gilt auch für unsere Zimmer! Das ist doch der Hammer! Auch wenn ich woanders auf einer Party bin mir aber plötzlich einfällt, dass ich was aus meinem Zimmer brauche, komme ich nicht mehr in mein Zimmer rein ohne ein Ticket für 25$ zu kaufen! Super! Wir haben für insgesamt 16 Nächte bezahlt und jetzt plötzlich werden wir gezwungen noch zusätzlich 50$ zu bezahlen, nur dafür, dass wir über Silverster hier bleiben dürfen. Genauso haben wir es denen auch erklärt und sie haben unschuldig geguckt und gefragt ob wir denn darüber nicht informiert worden seien. Denn eigentlich hätte uns Hostelworld.com, worüber wir gebucht haben, schon beim Buchen darüber informieren sollen. Naja, aber auch beim Check-In hat keiner ein Wörtchen darüber verloren. Schade. Aber vielleicht war unsere Buchung (12.09.2007) ja einfach auch zu spät und sie hatten keine Zeit mehr gehabt uns darüber zu informieren. Unser Check-In war am 17.12.2007, aber das muss ja auch schon viel zu spät gewesen sein. – Sorry Leute, das ist lächerlich. Sie haben uns dann angeboten, dass wir uns ja woanders umziehen können (da wir ja nicht informiert worden sind) und wir dann die zwei Nächte (31.12 und 01.01) erstatten bekommen, aber „ich denke nicht, dass ihr jetzt noch was findet“, sagte die nette Dame an der Rezeption. Sofort sind wir ins Internet gegangen und haben nach Hostels in Townsville (8km (20Min.) mit der Fähre von Magnetic Island entfernt) gesucht und auch was für die Zeit gefunden. Also sind wir nach etwa 30 Minuten wieder zur Rezeption und haben unserer Check-Out für den 31.12 angekündigt. Die Dame sagte dann nichts mehr und schien etwas geknickt, aber das haben sie ja auch selbst zu verschulden. Denn rein betriebswirtschaftlich gesehen wäre es für sie günstiger gewesen, wenn sie uns die Tickets (50$) geschenkt hätten und sie dafür nicht von den zwei Nächten Umsatz (120$) verzichten müssten. Außerdem hätten sie noch zusätzlichen Umsatz mit uns gemacht, denn die X-Base ist ein „No BYO“ (bring-your-own)-Alkohol Hostel, was uns dazu gezwunden hätte einige Drinks hier zu kaufen. Aber so weit haben sie nicht gedacht, so dass wir nun zum 31.12.2007 hier ausgezogen sind. Für uns wars etwas enttäuschend, denn wir hatten diese Location extra für Silverster ausgesucht und wir uns schon sehr darauf gefreut hatten Silverster auf einer Insel zu verbringen, aber so sollte es nun mal sein. In Townsville gibts ja schließlich auch genügend Strände.
  7. Beleuchtung: hier gibts an einigen Häuser, wie z.B. an unserem, eine Lampe. Diese wäre super zur Beleuchtung der Gehweg Nacht, so dass man es sieht bevor man auf einen Riesenkäfer tritt. Aber leider funktionieren diese nicht und wir haben auch kein Interesse daran von der X-Base gesehen diese in Betrieb zu nehmen. Super.
  8. Insekten: an der X-Base gibts es unzählige Arten und Größen von Insekten. Das ist nicht deren Problem, sondern viel mehr eine Eigenschaft eines tropischen Klimas, aber ich empfehle hier vom ersten Tag an Insektenspray in der Handtasche zu haben.Wir z.B. hatten in unserem Haus winzige Ameisen gehabt, die man nicht nur kaum gesehen hat, sondern sie auch nicht gespürt hat, wenn sie auf einem runkrabbeln und unzählige Bisse hinterlassen. Sowas ist uns eines Nachts passiert und wir sahen nicht nur rot gepunktet aus (so als hätten wir Windpocken), sondern hatten auch einige Tage mit den juckenden Stellen zu kämpfen.

Tipps und Tricks für Australien-Reisende und Backpacker

•Januar 13, 2008 • Kommentar schreiben

Zwar bin ich nicht wirklich zum Backpacking nach Australien gegangen, aber dennoch habe ich mit meiner Freundin die meiste Zeit in Hostels verbracht und gesehen was hier zu beachten ist bzw. was hier fehlt. Daher diese kleine Zusammenfassung aller Tipps und Tricks die mir zu diesem Thema eingefallen ist. Da ich selbst nicht im Outback war (außer Yulara (am Uluru), aber das zählt ja nicht), kann ich nichts zum Outback sagen. Aber dennoch hoffe ich, dass es bei der Reiseplanung hilfreich ist und würde mich über Feedback sehr freuen :-)

Weitere Infos über Australien habe ich unter der Kategorie „Australien“ niedergeschrieben. Details zu unserer Reise befinden sich unter Reisen->Australien und im Reiselogbuch-Australien.

Übernachten in Hostels ist mitunter die günstigste Variante, aber wer sich dafür entscheidet in Hostels zu übernachten, sollte sich auf einiges vorbereiten. So z.B. sind dreckige Bäder und Küchen (dreckiger als jegliche Vorstellung!), diverse Käfer von groß bis klein (Bugs), Ameisen, Spinnen, laute Umgebung bzw. Mitbewohner, die es nicht wissen sich zu benehmen, inkompetentes Personal, etc. mehr oder weniger fast überall vertreten. Daher empfehle ich sich entsprechend darauf vorzubereiten. Wer das nicht abkann, sollte auf Hotels umsteigen.

Buchung von Hostels über Hostelworld.com ist einfach und übersichtlich, hat aber Nachteile. Wie es uns passiert ist hätten wie in Sydney insgesamt 2 Gratisnächte bekommen, wenn wir direkt gebucht hätten. Spezielle Angebote der Hostels sind über Hostelworld nicht zu sehen. Auch ist die Datenbank von Hostelworld nicht immer aktuell. So z.B. wurde uns online angezeigt, dass über Weihnachten kein Doppelzimmer mehr auf Magnetic Island frei ist. Daher haben wir ein Twin-Room gebucht. Als wir hier aber angekommen sind, erhielten wir nur ein müdes Lächeln zum Thema Hostelworld und so konnten wir die ganze Zeit über in einem Doppelzimmer bleiben. Auch ist der direkte Weg zu suchen wenn man etwas länger als ein paar Tage bleiben möchte. So kann man eventelle Vorteile heraushandeln, wie z.B. Gratis-Internet oder Frühstück und Lunch. Daher kann ich Hostelworld.com zum Informationszwecke empfehlen, aber fürs Buchen würde ich den direkten Weg empfehlen.

Infos zum Airport-Transfer holt man sich am besten über Hostelworld (Infos stehen meist dort) oder direkt über die Hostel-Webseite. Manche Hostels bieten sogar kostenlos Airport-Transfer an. Hierzu bieten manche Hostels sog.Toll-Free Telefonnummern (beginnen mit 1800), die man also kostenlos anrufen kann, was praktisch ist, wenn man mit dem Flieger gerade angekommen ist und keine Münzen parat hat.

Viele Hostels bieten Free Breakfast an. Dieses Frühstück darf man jedoch nicht mit einem ausgeprägten deutschen Frühstück vergleichen. Die Aussies nennen dies „Continental Breakfast“, das aus Toasts besteht (die man selbst toasten muss), Marmelade und/oder Erdnussbutter. Da die (meist) noch jungen Menschen (Backpacker) nicht wissen, wie man Marmelade aufs Toastbrot schmiert, findet man entsprechend viele Krümmel im Marmeladenglas rumliegen, was den Appetit schnell vergehen lässt. Manche Hostels bieten anstatt dessen Pfannkuchen zum Frühstück an.

Auf sein Startbudget in Australien sollte man noch den Schlüsselpfand (Key-Deposit) einplanen, damit das Startgeld auch fürs Essen reicht. Je nach Hostel kann das bis zu 20A$ sein.

Zwar versteht man unter dem klassischen Backpacking das Reisen mit einem Rucksack, aber ich würde anstatt dem Riesenrucksack einen Trolley-Koffer mit Hardcover und dazu einen kleineren Rucksack empfehlen. Dies ist nicht nur leichter zum Transportieren (man braucht den Trolley ja nur zu ziehen), sondern hat auch zwei weitere Vorteile:

- Flaschen und andere Behälter werden beim Transport nicht beschädigt

- Auch wenn der Trolley nass wird, bleiben die Sachen innen trocken

Letzteres ist uns an einigen Flughäfen passiert. Das Gepäck kam recht nass an (weiß der Teufel was die damit gemacht haben), was viele geärgert hatte. Unsere Hardcover-Koffer trockneten aber schnell vom Wasser und alles im Innenbereich ist sauber und trocken geblieben. Den Rucksack kann man für Ausflüge oder Einkaufen gut benutzen.

Fürs Übernachten in Hostels kann ich Ohrstöpsel sehr empfehlen. Einige Hostels sind sehr laut (so z.B. The Ritz in Melbourne, das direkt über einer Kneipe ist) und können nicht für Schlaf garantieren.

Bewertungen der Hostels (z.B. auf Hostelworld.com) anderer Backpacker stimmen meist mit der Realität überein. Daher empfehle ich die Buchung entsprechend der Kommentaren zu machen bzw. man sollte sich darauf einstellen was dort drin steht.

In Australien sollte man immer dafür sorgen, dass man genügend Sunscreen (Sonnenkreme) mithat. Auch wenns bewölkt ist sollte man Hut und Sonnenbrille tragen und sich mit Sonnenkreme einschmieren, denn sonst holt man sich schnell einen Sonnenbrand. Sonnenkreme empfehle ich aber vor Ort zu kaufen, da diese um einiges besser ist als unsere in Europa.

Handtücher werden nicht überall angeboten, manchmal gegen eine Pfand, manchmal kostenlos; daher sollte man min. 2 Handtücher mitnehmen.

Sorgfältig planen sollte man seine Reise auf jeden Fall. Ich empfehle viel über den Zielort von unterschiedlichen Quellen zu lesen und entsprechend die Reiseplanung detailliert erstellen. Auch sollte man die Entfernungen in Australien nicht unterschätzen und mit Jetlags oder Reise-Lags rechnen, d.h.viel Zeit für Pausen bzw. fürs Ausschlafen einplanen. Sonst kann man die Reise nicht wirklich genießen.

Die Australier sprechen zwar Englisch, aber das heißt noch lange nicht, dass man sie auch versteht. Auch für jemanden, der sehr gut Englisch kann, kann es für ihn enttäuschend sein mit denen zu kommunizieren, da in Australien viele unterschiedliche Dialekte gesprochen werden.

Fürs Ausleihen von Autos benötigt man, zwar nicht überall, aber meistens einen internationalen Führerschein. Diesen kann man sich von jeder Führerscheinstelle für etwa 20€ bis 25€ ausstellen lassen (Foto und Führerschein nicht vergessen!)

Eine Auslandskrankenversicherung muss jeder haben. Als Beispiel kann man sich z.B. die „Euro<26″-Karte holen mit der Police „World“. Möchte man einen Arzt sehen, so muss man damit rechnen, dass man seine Rechnung gleich bar bezahlen muss. Das Geld kann man sich dann von der Versicherung wieder rückerstatten lassen. Daher sollte man genügend verfügbares Kapital hierfür haben.

Zwar hatten wir damit keine Probleme, aber man sollte sicher gehen und sich eine medizinische Bescheinigung über chronische Krankheiten und entsprechende Medikamente vom Arzt ausstellen lassen, die man mitführen möchte. Ggf. könnte es damit am Flughafen (Zoll) Probleme geben.

Essen (Kost) ist in Australien ist sehr teuer. Speziell für Deutsche dürften die Preise für Lebensmittel schockierend sein. Als Beispiel mal hier aufgezählt:

  • Joghurt 2,20A$ (~1,30€)
  • Brot 4,00A$ (2,40$)
  • 1l Milch 2,00A$ (1,20€)

Auch kosten Mahlzeiten in Bars meist etwa 10A$ plus Getränke. Getränke z.B. Cola gibts meist ab 3A$, Bier ab 5A$. Daher nicht vergessen entsprechend viel Budget fürs Essen einzuplanen!

No BYO (Bring-Your-Own); in manchen Hostels und auf deren Anlagen darf man keinen „eigenen“ Alkohol konsumieren. Die Hostels haben dann meistens eine eigene Bar wo man Bier etc. kaufen kann.

Möchte jemand für länger als eine Woche in einem Hostel bleiben, so empfehle ich nicht nur die direkte Buchung über das Hostel, sondern auch den direkten Kontakt (am besten telefonisch) zwecks Verhandlung über eine Ermäßigung oder zusätzliche Angebote, z.B. gratis Internet, grasit Essen oder Sonstiges.

Die meisten Hostels bieten kostenlos Bettwäsche (engl.: Linen) an, daher muss man keine selbst mitbringen. Was aber dringend zu empfehlen ist eine eigene Decke. Zwar ist meistens auch eine Decke mit dabei, aber diese sind teils als „sehr ekelig“ zu bezeichnen. Wir haben dünne Polyesterdecken mitgenommen, die man problemlos in den Koffer packen kann. Da wir im Sommer unterwegs waren, haben die Decken mehr als gereicht. Wie es in den Wintermonaten ist, weiß ich leider nicht. Ich denke aber, dass man sich dann zusätzlich mir den angebotenen Decken zudecken kann.

Internetzugang ist in Australien generell recht teuer. Ob in Sydney oder Hobart (Tasmanien), bis zu 14$ pro Stunde Onlinezugang wird verlangt. Dazu kann man nur selten seinen eigenen Laptop benutzen, da es kaum WLAN oder einen LAN-Anschluss gibt. Die zur Verfügung gestellten PCs sind manchmal sogar vor der Funktionalität her sehr eingeschränkt, so dass man z.B. nur Online gehen kann, aber kein Dateidownload durchführen kann. Auch ist der Upload vom USB-Stick teilweise nicht möglich. Ich empfehle daher nicht unbedingt seinen eigenen Laptop mitzunehmen, der auch noch zusätzlicher Ballast ist und ein Klaurisiko besteht.

Wäsche waschen ist in vielen Hostels möglich. Darüber empfehle ich aber sich früh genug zu informieren, damit keine Überraschung entsteht und man „dreckig“ rumlaufen muss. Nach meiner Erfahrung kostet eine Ladung Wäsche waschen 3A$ bis 6A$ inkl. Trockner. Waschpulver und Weichspüler muss man zusätzlich kaufen und wird von manchen Hostels für je 1A$ angeboten.

Wie viele Klamotten man mitnehmen sollte ist natürlich nicht so einfach zu sagen. Es hängt immer davon ab was man in Australien machen möchte und wann man hinfährt. Wir sind in den Sommermonaten gefahren und haben für 7 Tage eingepackt. Jetzt nach der Reise muss ich sagen, dass wir viel zu viel mit uns hatten. Es reichen 4 T-Shirts und/oder Hemden, 2 kurze Hosen und Unterwäsche für 7 Tage. Eine Jeans und ein Pullover ist auch jedem zu raten. Ist man nicht im Outback unterwegs, so braucht man auch keine Socken; gute Sandalen reichen völlig aus. Im Outback hingegen braucht man gute (Leder-)Schuhe, die bis zu den Knöcheln gehen und Socken; so wie die Aussies auch rumlaufen. Egal was man mitnehmen möchte, es sollten auf jeden Fall keine guten Klamotten sein, denn anschließend ärgert man sich, wenn man sie mit den australischen Waschmaschinen gewaschen hat. Möchte man in Australien arbeiten, so braucht man natürlich Arbeitskleidung. Hierzu habe ich jedoch keine Erfahrungen gemacht.

Essen kochen ist in den Hostel-Küchen zwar möglich, aber es mit „sehr unsauberen“ Küchen zu rechnen, was auch noch harmlos ausgedrückt ist. Generell muss man jedes Geschirr vor dem Benutzen nochmals abwaschen, denn die jungen Backpackers, die gerade aus dem Elternhaus raus sind, können das noch nicht richtig. Auch ist in vielen Küchen mit wenig Besteck und Geschirr zu rechnen, so dass ich eigenes Geschirr und Besteck empfehlen kann. Um Ballast möglichst niedrig zu halten, empfehle ich Kunststoffgeschirr. So erspart man sich viel Ärger beim Kochen und Essen.

Generell sind in Küchen enthalten: Toaster, Mikrowelle, Herd (Gas oder Elektro), Kühlschrank, Wasserkocher. Manche Hostels bieten sogar kostenlos Tee und Kaffee an.

Reisen mit dem Flugzeug ist generell teurer als mit einem Bus oder Zug, aber wenn man früh genug bucht (2 bis 3 Monate vorher), dann kann es doch günstiger werden. Auch hat es den Vorteil, dass man um einiges schneller am Zielort ankommt, was bei den Entfernung in Down-Under nicht zu unterschätzen ist. Generell gilt die Faustformel 1Tag/1000km, wenn man mit dem Bus/Zug unterwegs ist. Im Outback 2 bis 3mal so viel oder noch länger. Mit dem Flugzeug braucht man etwa 1,5h/1000km plus etwa 1,5h fürs Check-In/Out. Es steht aber ohne Frage, dass man beim Reisen über Land mehr sieht, unterschiedliche Leute trifft und zusätzliche Erfahrungen macht.

Badelatschen nicht vergessen! So essentiell sie auch sind, so wichtig sind sie auch. Die meisten Bäder sind eine Schleuder von unterschiedlichen Bakterien, denn wo Menschen aus der ganzen Welt duschen, sind auch Bakterien aus der ganzen Welt.

Aussie Facts – Fakten über Australien und deren Einwohner

•Januar 12, 2008 • Kommentar schreiben

Dies ist eine Aufzählung einiger Fakten über Australien und deren Bewohner, die ich während meiner Reise Ende 2007-’08 erfahren durfte. Bitte nicht alles allzu ernst nehmen; es soll ja nur etwas die Unterschiede zu unserer Kultur darstellen :-)

Geschichtliches

Der eigentlicher Entdecker Australiens ist ein Niederländer (Willem Jansz 1606).

1642 traf der Niederländer Abel Janszoon Tasman auf das heutige Tasmanien.

Erst am 29.April 1770, also über 160 jahre nach Entdeckung Australiens, landet der erste Brite (James Cook) an der Ostküste Australiens und empfielt das Land zur Besiedlung.

 

Dies & Das

Entschuldigt man sich beim Vorbeikommen oder bedankt sich man für einen Gefallen bei den Aussies, so hört man zu 99% ein freundliches „No worries!“ aus ihren Mündern.

(Manche Spezien haben dies sogar in ihre tägliche Sprache eingebaut, so dass wenn sie reden man ständig „No worries“ hört)

Die Australier sagen „G’Day!“, wenn man sich auf der Straße trifft. Auch wenn man sich nicht kennt, man grüßt den anderen dennoch.

Sonnenkreme heißt hier Sunscreen. Die UV-Strahlung wird in Graden von 1-15 (extrem) angegeben. Meist liegt der Grad bei 10 bis 11, was natürlich von der Gegend sehr abhängt (in Ayers Rock sinds fast immer 14 bis 15).

Auf fast allen Lebensmittelprodukten steht „Fat-Free“ oder „Low-Fat“ drauf. Daraus folgere ich, dass die Aussies eine Fett-Phobie haben. Sogar auf Salzstangen steht „Low-Fat“ drauf.

Die Australier Joggen (in Sydney) duch die unmengen von Autos und Abgasen im City-Centre, sie haben sogar schon einen Studiengang für persönliche Trainer geschaffen. Man kann hier also einen Master-Titel im Bereich Fitness erlangen.

Die australischen Frauen tragen schon als Kind Flip-Flops (in Australien heißen sie Thongs). Entsprechend haben viele von denen schiefe Füße.

Für den deutschen Kaffeegenießer dürfte Australien ein Horrorland sein: Kaffeemaschinen kennen sie hier nicht oder nur begrenzt, auch findet man nicht viele Sorten Kaffeepulver. Vielmehr haben sie hier Instantkaffee, z.B. von Nescafe, dass aber nicht im Ansatz an den Nescafe heran kommt, den man bei uns im Laden kaufen kann. Es schmeckt eher nach schlechtem Kaffee mit etwas Kakaopulver. Etwas besser ist da schon der Instant-Espresso von Nescafe (…wenn man in diesem Zusammenhang überhaupt von Espresso reden darf), der aber für Italiener mehr als beleidigend sein sollte.

Die Vögel singen sogar wenns regnet; es gibt (natürlich) viele und andere Vögel als bei uns.

Beim halten an der Ampel fahren sie oft ca. 50cm zu weit über den weißen Haltestreifen hinweg (auch Motorradfahrer tun dies).

Die Geldscheine des australischen Dollars sind aus Plastik (Polypropylen). Australien ist das erste Land überhaupt, dass Geldscheine aus Plastik hat.

Die Australier fahren auf der falschen Straßenseite (links); entsprechend haben Autos das Lenkrad auf der rechten Seite.

Die Australier fahren viel Automatikautos; aber längst nicht so viele wie in den USA.

In den Shops fragen sie immer „Hi, how are you“ oder „How are you going/doing?“

An einer Tankstelle in Victoria haben wir auf den Tanksäulen folgende Aufschrift gefunden: “Sorry, we don’t sell fuel anymore, but we make awesome Hamburgers!”

Benzin ist hier billiger als Diesel. Beides kostet aber umgerechnet weniger als einen Euro (Dez. 2007)

In einem Glas Multivitaminsaft stecken hier 300% Vitamin C. – Soviel kann unserer Körper gar nicht verarbeiten, aber sie machen fröhlich Werbung damit.

Das Wasser aus dem Wasserhahn ist stark chlorhaltig und schmeckt auch nach Chlor.

Waschmaschinen kennen nur 3 Temperaturbereiche: hot, xxx und cold. Die Temperaturen sind aber näher nicht spezifiert, da die Waschmaschine selbst keine Heizspirale hat, sondern einen Kalt- und Warmwasseranschluss. Daher wird warmes-, kaltes oder gemischtes Wasser zum Waschen genommen. Mehr ist nicht drin. Daneben haben die Maschinen noch einen Ein-/Aus-Schalter. Waschpulber muss man vorher in einer Schüssel oder Glas in Wasser auflösen und dann direkt auf die Wäsche kippen, bevor man die Waschmaschine einschaltet. Um Weichspüler zu verwenden, muss man manchmal vor der Waschmaschine hocken und warten bis das „Rinse“-Lämpchen aufleuchtet. Erst dann darf man die Klappe öffnen und Weichspüler direkt auf die Wäsche schütten. – Das ist die aktuelle Technik des Wäschewaschens in Down-Under ;-)

Nach dem Waschen riecht die Wäsche auch nicht viel besser als vorher. Es ist ungefähr hiermit zu vergleichen: man nehme eine Schüssel voll Wasser, füge Waschpulver und Wäsche hinzu, umrühre das ganze für etwa 10 Minuten, tausche das Wasser gegen neues aus und spüle die Wäsche einmal aus. Dass die Wäsche nach diesem Prozedere nicht sauber sein und entsprechend frisch riechen kann, ist jedem klar, nur den Aussies nicht ;-)

Netzspannung ist hier 240VAC, 50Hz. Die Stecker bestehen aus 3 flachen Kontakten, ähnlich wie in den USA, jedoch kennen sie hier schon den PE (Schutzleiter).

Ein Becher Joghurt kostet das 1,5fache eines Liters Benzin. Für 750g Brot bekommt man fast 3l Benzin.

Es gibts hier kaum Vandalismus, was nicht überrascht. Die Jugend hat ja auch viele Möglichkeiten für interessante Hobbies (z.B. Surfing).

Mit knapp über 20Mio. Einwohnern hat Australien kaum mehr Einwohner als die Niederlande; sie haben aber 185 mal mehr Fläche.

In Uluru (Ayers Rock) ist der Unterschied zwischen Tag- und Nachttemperatur ca. 30°C, wobei im Sommer bis zu 48°C gemessen werden.

Der Uluru (Ayers Rock) hat schon um 8Uhr morgens etwa 36°C. Nach 9Uhr sollte man sich nicht mehr auf ihm befinden, sonst schmelzen einem die Schuhe weg.

Die Aborigines möchten nicht, dass die Touristen Uluru (ihren heiligen Ort) besteigen. Sie selbst tun es auch nicht. Bisher sind 13 Menschen ums Leben gekommen, die beim Besteigen des Uluru abgestürzt sind (Dez 2007).

In Sydney gibt es die gefährlichste Spinne der Welt, die Atrax Robustus (Funnel-Web-Spider).

Sowas wie den Generation-Gap kennen die Australier nicht. Sie sind positiv eingestellte Menschen und es gibt kaum Unterschiede zwischen Jung und Alt. Beide Altersgruppen gehen gerne aus. Man sieht sie schon morgens beim Frühstück zusammensitzen.

In fast allen touristischen Stellen gibt es Toiletten – und diese werden kostenlos zur Verfügung gestellt.

Der Zucker hier ist nicht so süß wie bei uns.

Salz ist hier nicht so salzig wie bei uns. Of enthält es noch zusätzliche Mineralien.

Das Autofahren ist hier, abgesehen von der falschen Straßenseite, wie bei uns. Besonders lobe ich mir die Fahrkultur, die mit der deutschen mehr als nur mithalten kann.

Sie unterhalten sich gerne an der Ampel mal über Gott und die Welt.

Generell merkt man, dass sie viel Vertrauen in fremde Personen haben. Sowas hat in Deutschland stark abgenommen und fehlt ein bisschen.

Australien hat 3 Zeitzonen. Die Western Standard Time (WST), Central Standard Time (CST) und die Eastern Standard Time (EST).

Die „echten“ Australier haben Häftlinge als Ur-Ur…-Großeltern.

Hier kann man Supermärkte finden, die neben Lebensmitteln auch eine Post beinhalten oder ein Internetcafe.

Bier ist hier teurer als bei uns (0,33l Bier kostet im Supermarkt umgerechnet ca. 1,40€).

Im Supermarkt kann man nicht nur einzelne Bierflaschen (oder Dosen) eisgekühlt kaufen, sondern ganze Bierkisten.

Geldbeträge werden auf 5 Cent gerundet. (daraus folgt: es gibt keine 1 und 2 Cent Münzen)

12pm ist nicht 0Uhr/24Uhr, sondern 12 Uhr.

Das Wort „call“ benutzen sie hier wie das Wort „visit“, z.B. „please call again!“

„Tea“ heißt nicht unbedingt Tee sondern Abendessen, z.B. „I’m gonna have tea now“

„Opel“ heißt in Australien „Holden“. Und sie haben Marken, die es bei uns ist den 80ern und 90ern gab, z.B. Commodore, Senator

„Axe“ heißt in Australien „Lynx“

Sie fahren gerne VWs. Mercedes ist hier aber kaum vertreten.

Auch wenn die Sonne kaum oder gar nicht scheint, man kann hier dennoch einen Sonnenbrand bekommen.

Überall in Australien ist mit mehr oder weniger großen Tierchen zu rechnen. Manche sind einige cm groß und können sogar fliegen. Je weiter man jedoch ins Outback fährt, desto mehr sieht man davon.

Die Aussies sind Anti-Fire-Freaks. Überall siehr man Feuerlöschdecken, Sprinkleranlagen, Feuerlöscher und Rauchmelder.

Die meisten Flaschen (Bier- und Weinflaschen ausgenommen), sind hier randvoll. So z.B. ist eine Wasserflasche bis zum Rand voll, so dass keine Luft mehr drin ist.

Es gibt hier nur Sonnenkreme mit Lichtschutzfaktor 30+.

Sonnenkreme kann man auch in einer 0,5-Liter Flasche mit einer kleinen Pumpe kaufen (ähnlich wie die Seifenspender bei uns)

Von der Sonne braun gebräunt zu sein ist völlig „uncool“ in Australien. Die Aussies tragen Hut und Sonnenbrille und sind mit Sonnenkreme vollgeschmiert. Auf dem Strand liegen meist nur Touristen rum und sonnen sich krebsrot.

Nach lediglich 20 Mintuen in der australischen Sonne ohne Sonnenkreme kann man sich einen bösen Sonnenbrand holen. Diese Erfahrung musste ich selbst machen.

Heiligabend (Christmas Eve) gibt es in Australien so nicht wie bei uns. Es ist eher ein ganz normaler Arbeitstag für die Aussies. Der 1.Weihnachtstag ist für sie Weihnachten (Christmas Day). Der 2.Weihnachtstag (Boxing Day) ist bei denen auch ein Feiertag.

Ist man in der Wüste Australiens unterwegs, so sollte man etwa 1 Liter Wasser pro Stunde trinken. Tut man dies nicht, droht man unbemerkt zu dehydrieren; die Gedanken verschwimmen und man kann sich verirren, was fatale Folgen haben kann.

Erhört sich die Durchschnittstemperatur des Oceans um 2°C, so wird der gesamte Great Barrier Reef absterben.

Frühstück bei den Aussies ist: Toasts, gebratener Speck, Spiegelei, (Weiße-)Bohnen mit Tomatensoße

Die australier haben salzige Butter.

In Supermärkten ist es sau kalt. Ich schätze es sind 17 oder 18°C. Entsprechend wird einem kalt, wenn man in kurzer Hose und T-Shirt reingeht.

In den Hostels gibts oft separate Kalt- und Warmwasserkräne. Entweder man verbrüht sich oder man nutzt das kalte Wasser.

Für öffentliche Toiletten muss man grundsätzlich nichts bezahlen.

Duschgel nennt man hier „Showermate“.

Die Australier sind sich so einiger (Volks-) Krankheiten bewusst und zeigen informative Werbungen darüber. So z.B. gibt es Werbungen gegen Lungenkrebs, Hautkrebs, Mundkrebs und Brustkrebs. Auch zu sehen gibt es auch Reklamen gegen das Rasen, Fahren bei Trunkenheit oder für das Verhalten bei abgerissener Stromleitung nach Stürmen.

Dabei sind alle Werbespots sind nicht schönredend, sondern zeigen knall hart die Resultate der Krankheiten. So z.B. werden Raucherfüße bei der Werbung gegen das Rauchen gezeigt. Bei der Werbung über Hautkrebs wird eine Person auf dem Operationstisch gezeigt.

Dies ist eine Sache, die bei uns zwar distutiert worden aber nie umgesetzt worden ist. Schade, aber typisch EU mal wieder.

Es gibt in den Großstädten Hausnummern, die weit über 500 hinweg gehen.

Kaffee trinken in einem Cafe sollte in Australien bedacht werden. Bestellt man einen kleinen Latte, so bekommt man eine 250ml-Tasse voller sehr starkem Kaffee mit Milch hingestellt. Wir haben versucht die zu zweit auszutrinken, was uns nicht gelungen ist. Auch in einem anderen Cafe ist uns das gleiche passiert.

Vor Filmen werden Warnungen über für Jugendliche gefährliche Inhalte aufgezählt. Anschließend wird eine Empfehlung gegeben (z.B. diesen Film sollten Kinder nur mit Begleitung schauen).

Australienreise – Letzter Eintrag

•Januar 10, 2008 • Kommentar schreiben

Nach rund 40.000km und 49Tagen unterwegs sind wir heil und munter wieder in Deutschland angekommen. Ich bin glücklich diese Reise gemacht zu haben und mir damit einen Traum erfüllt. Australien ist ein wahnsinniger Kontinent, den ich jedem empfehlen kann zu besuchen.

Da die Reise nun vorbei ist, schließe ich dieses Reise-Logbuch mit diesem Post ab.

Informationen zur Australienreise stehen unter Australien. Detaillierter ist jedoch dieses Reise-Logbuch.

Über Fragen und Kommentare zur Reise würde ich mich sehr freuen :-)

Tag 49: Sydney – Hotel Formule 1 Sydney Airport

•Januar 7, 2008 • Kommentar schreiben

Dies ist definitiv der letzte Tag in Australien. Heute mittag sind wir von Brisbane nach Sydney geflogen, wo morgen unser Flug über Seoul nach Frankfurt gehen wird. Wir haben unseren Plan etwas geändert und sind nicht wie geplant ins Hostel gegangen, sondern in das Formule 1 Airport Hotel, was insgesamt günstiger für uns war, da der Transfer in die City entfällt. Groß haben wir hier nichts mehr geplant zu machen außer der schönen Reise mit all den Erfahrungen nachzutrauern. Es war für mich definitiv die schönste und aufregendste (und längste) Reise im Leben und zugleich habe ich mir damit meinen großen Traum verwirklicht. Es ist ein tolles Gefühl die wahnsinnigen Landschaften in Australien gesehen zu haben. Es ist einer der schönsten Flecken auf Erden, dem ich nur jedem empfehlen kann zu besuchen. Morgen gehts zurück nach Deutschland. Nachdem ich dieses hier gesehen habe (damit meine ich die Menschen, die Kultur, die Landschaften und Entfernungen) sehe ich auch Deutschland unter einem anderen Blickwinkel. Das Essen in Deutschland ist nicht nur sehr lecker, sondern auch spottbillig! Verglichen mit Australien geben wir hier etwa die Hälfte davon aus was die Aussies tun. Auch dürfen wir uns freuen, dass hier alles so nah beieinander ist. Von Hamburg bis nach München sind doch nur 780km – ein Witz für einen Australier, der von Sydney nach Perth rund 4000km zurücklegen muss. Selbst von Sydney nach Melbourne sinds 100km als die Strecke Hamburg – München. Letztlich dürfen wir uns über unsere High-Tech-Waschmaschinen freuen, wo die Wäsche, selbst aus der billigsten Waschmaschine, sauber heraus kommt. Es gibt da noch bestimmt 1000 andere Sachen, die bei uns besser oder angenehmer ist als dort. Umgekehrt gehts natürlich auch. Die Vielfältigkeit Australiens ist unbeschreiblich. Allein um das Wetter und die schönen Strände sind die Australier zu beneiden. Auch toll sind die günstigen Benzinpreise, wo man sich so manche V8-Träume leicht erfüllen kann ohne zu tief ins Portemonnaie greifen zu müssen.

Achja, wie man so sagt, alle schönen Dinge im Leben haben ein Ende – so ist nun auch unsere Reise zuende. Alles was uns bleiben sind die Erinnerungen und Erfahrungen, die uns sehr bereichert haben.

Tag 48: Brisbane – Valley Verandas

•Januar 6, 2008 • Kommentar schreiben

Heute ist der vorletzte Tag unserer Reise. Ganz genau genommen, ist das der letzte Tag, denn die nächsten drei Tage bestehen nur noch aus Flügen in Richtung Deutschland. Morgen gehts nach Sydney, wo wir dann noch unsere letzte Nacht auf australischem Boden verbringen werden. Übermorgen gehts dann von Sydney aus nach Seoul, wo wir übernachten werden. Danach fliegt der Flieger nach Frankfurt und sollte gegen 16.35Uhr am 09.01. ankommen sollten. So langsam stellt sich bei uns eine Art Traurigkeit ein, dass wir hier Weg müssen. Australien gefällt uns sehr und wir würden gerne hier bleiben. Aber leider zwingt uns das Leben nach Deutschland zurück. Gleichzeitig freuen wir uns aber auf unsere neue Wohnung und ich mich besonders auf den neuen Job. Ich bin zuversichtlich, dass 2008 ein gutes Jahr sein wird :-)

Aber zurück zu Brisbane, denn schließlich sind wir ja noch hier. Eigentlich wollten wir heute zu den botanischen Gärten, aber das ist, beinahe wortwörtlich, ins Wasser gefallen. Auf dem Weg dorthin ist uns eine riesige dunkle Wolke begegnet, die dann recht viel Wasser von sich gelassen hat. Zunächst haben wir uns unter ein Dach gestellt und gehofft, dass es bald aufhören wird, aber leider wurde nichts daraus und empfundene 100Liter/qm fielen zu Boden. Nach etwa einer halben Stunde haben wir uns entschlossen zum Hostel zurück zu kehren, wo wir dann pitschnass ankamen. Also haben wir unsere Sachen ausgezogen und für 2 Durchgänge in den Trockner geschmissen. Der Tag war somit dahin :-)

Später in Fernsehen haben wir dann in den Nachrichten von den Überschwemmung gehört, die Queensland erlitten hat. Zum Glück sind nur wir nass geworden und das Hostel wurde nicht überschwemmt. – Nochmal Glück gehabt.

Tag 47: Brisbane – Valley Verandas

•Januar 5, 2008 • Kommentar schreiben

Heute wollten wir eigentich in die botanischen Gärten, aber das Wetter in ganz Queensland ist einfach nur regnerisch. Daher haben wir beschlossen im Hostel zu bleiben. Es wäre ja auch ganz schön gewesen, wenn da nicht plötzlich tausende Ameisen bei uns im Zimmer wären! Das alte Gebäude hier hat einige Risse und die Ameisen sind durch diese reingekommen und haben sich am Fenster breit gemacht. Es sind natürlich nicht solche kleinen Ameisen die es bei uns gibt, sondern vielmehr Riesenameisen und manche haben sogar noch Flügel dazu! Zum Glück hatten wir die Klimaanlage eingeschaltet und ich schätze, dass es denen zu kalt war und sie daher nicht durch das ganze Zimmer gelaufen sind und unsere Klamotten in Ruhe gelassen haben. Naja, nachdem wir das dem Hostel-„Management“ mitgeteilt haben, haben sie versucht die Ameisen zu beseitigen. Wir haben dann eigentlich schon beschlossen in ein anderes Hostel zu gehen (nicht nur wegen den Ameisen, sondern wegen der allgemeinen Situation hier im Valley Verandas), aber dann wurde uns ein anderes größeres Zimmer ohne Ameisen angeboten, was wir dann letztlich genommen haben. Nach dem „Umzug“ haben wir den restlichen Tag im Zimmer verbracht.