X-Base Backpackers, Magnetic Island

Eigentlich habe ich mit meiner Freundin geplant hier vom 17.12.2007 bis zum 02.01.2008, also für insgesammt 16 Nächte über Silvester zu bleiben, aber letztlich sind es nur 14 geworden. Weshalb und was es auf der Base zu erwarten gilt, erläutere ich im Folgenden. 

  1. Das Haus was wir bekommen haben, hatte defekte Fenster (lassen sich nicht schließen, da mehrere Lamellen fehlen), was zunächst kein Problem darstellte. Als es jedoch zu regnen anfing, wars nicht mehr so lustig. Der Regen kam nicht nur unter der Tür ins Zimmer, sondern auch über die Fenster, die sich nicht schließen ließen. Nach den ersten eigenen Versuchen das Wasser zu stoppen und die Fenster irgendwie mit Zeitungspapier dicht zu bekommen, haben wir uns dann doch beschwert. Zum Glück hat die X-Base schnell reagiert und uns ein anderes Zimmer (im selben Haus auf der anderen Seite) gegeben. Dies war zum Glück trocken. Doch leider wurden, nur wenige Tage nachdem wir uns über die Nässe beschwert haben, neue Leute in das selbe Zimmer gelassen ohne das sich dort etwas getan hat. Bis heute kann man die Zeitungen finden, mit denen wir versucht haben die Fenster dicht zu bekommen.
  2. Küche, Teil 1: die Küche sollte jeden Tag offiziell bis 22.00Uhr geöffnet sein, aber das funktioniert in der Praxis nicht unbedingt. Mal schließt sie um 20.00Uhr, mal um 21.00Uhr, meistens bleibt sie aber bis 22.00Uhr geöffnet. Nur leider ist das nicht sehr schön wenn man von einer langen strapazierenden Tagestour kommt und sich ein Essen kochen will, dann aber feststellen muss, dass die Küche geschlossen hat. Auch in der Bar bekommt man spät abends kein Essen mehr – Klasse X-Base!
  3. Küche, Teil 2: In der Küche fehlt es an Besteck, Tellern, Kochtöpfen, Tüchern,…, einfach an allem. Es hängen Schilder, nach denen man bitte sein benutztes Geschirr abwaschen, abtrocknen und wegstellen soll. Kein Problem eigentlich, aber wenn keine Tücher zum trocknen bereitgestellt werden, dann kann man schlecht dieser Vorschrift nachkommen.
  4. Küche, Teil 3: Wer in der Küche kochen will (und das wollen bestimmt die meisten Menschen), muss vieeel Zeit mitbringen. Die Kochplatten sind alt und daher haben sie fast gar keine Leistung mehr. Bis das Wasser mit den Kartoffeln zu kochen anfängt, vergehen „Stunden“. Auch braten, etc., macht in dieser Küche keinen Spaß und man muss aufpassen, dass man bis 22.00Uhr fertig wird, bevor man herausgeschmissen wird. Wenn man sogar Pech hat, dann kommen die „Schließer“ schon gegen 20Uhr und wollen dicht machen.
  5. Allgemein: An der X-Base geht so langsam alles kaputt. In der Zeit in der wir hier waren ist der Toaster, 2 Wasserkocher, 1 Mikrowelle und 2 Waschmaschinen kaputt gegangen. Vielleicht ist das ja nur Zufall und es sollte eigentlich kein Problem sein diese Geräte zu erneuern, aber sie machen heir einfach nichts. Der Wasserkocher und Toaster sind erneuert, aber die Mikrowelle in spurlos verschwunden. Von 3 Waschmaschinen und 3 Trocknern funktioniert nur noch ein Trockner und eine halbe Waschmaschine. Eine halbe daher, da diese nicht mehr schleudert und man daher die Wäsche erst per Hand auswringen muss, bevor man sie in den Trockner stecken kann. Aber entsprechend kommt die Wäsche dann aus dem Trockner nicht ganz trocken heraus.
    Nachdem wir die Mängel an der Rezeption gemeldet haben, dachten wir, dass etwas passieren wird und die Geräte erneuert bzw. repariert werden. Aber nein, alles was sie machen ist ein „Out of order“-Schild vor jede Waschmaschine und Trockner zu hängen und das wars dann auch. Echt klasse.
  6. Silverster 2007 am Strand: Aber der Hammer kommt ja noch. Eigentlich wollten wir hier über Silvester bleiben und den Jahreswechsel am Strand erleben. Zufällig haben wir aber ein Poster gesehen, dass auf eine NYE-Party an der X-Base hinwies. Eintritt sei 25$ pro Person für eine Party mit Benni Benassi und seiner wunderbaren Technomusik. Da wir so gar nicht in Techno interessiert sind und eigentlich Silvester ganz ruhig in Zweisamkeit auf dem Strand mit einer Flasche Sekt verbringen wollten, haben wir sicherheitshalber nachgefragt wie die Party organisiert wird, da wir nicht an der Party teilnehmen wollen, sondern nur zum Strand wollten. Was dann als Antwort kam war der Hammer. Uns wurde gesagt, dass wir jeweils ein Ticket für die haben müssen, wenn wir an der Base bleiben wollen. Wenn wir ein Ticket kaufen, dann bekommen wir ein Armband umgebunden mit dem wir uns hier frei bewegen dürfen. Sollten wir Silvester ab 20Uhr ohne Armband irgenwo auf der Base gesehen werden, so würde die Security vom Gelände schmeißen. Dies gilt auch für unsere Zimmer! Das ist doch der Hammer! Auch wenn ich woanders auf einer Party bin mir aber plötzlich einfällt, dass ich was aus meinem Zimmer brauche, komme ich nicht mehr in mein Zimmer rein ohne ein Ticket für 25$ zu kaufen! Super! Wir haben für insgesamt 16 Nächte bezahlt und jetzt plötzlich werden wir gezwungen noch zusätzlich 50$ zu bezahlen, nur dafür, dass wir über Silverster hier bleiben dürfen. Genauso haben wir es denen auch erklärt und sie haben unschuldig geguckt und gefragt ob wir denn darüber nicht informiert worden seien. Denn eigentlich hätte uns Hostelworld.com, worüber wir gebucht haben, schon beim Buchen darüber informieren sollen. Naja, aber auch beim Check-In hat keiner ein Wörtchen darüber verloren. Schade. Aber vielleicht war unsere Buchung (12.09.2007) ja einfach auch zu spät und sie hatten keine Zeit mehr gehabt uns darüber zu informieren. Unser Check-In war am 17.12.2007, aber das muss ja auch schon viel zu spät gewesen sein. – Sorry Leute, das ist lächerlich. Sie haben uns dann angeboten, dass wir uns ja woanders umziehen können (da wir ja nicht informiert worden sind) und wir dann die zwei Nächte (31.12 und 01.01) erstatten bekommen, aber „ich denke nicht, dass ihr jetzt noch was findet“, sagte die nette Dame an der Rezeption. Sofort sind wir ins Internet gegangen und haben nach Hostels in Townsville (8km (20Min.) mit der Fähre von Magnetic Island entfernt) gesucht und auch was für die Zeit gefunden. Also sind wir nach etwa 30 Minuten wieder zur Rezeption und haben unserer Check-Out für den 31.12 angekündigt. Die Dame sagte dann nichts mehr und schien etwas geknickt, aber das haben sie ja auch selbst zu verschulden. Denn rein betriebswirtschaftlich gesehen wäre es für sie günstiger gewesen, wenn sie uns die Tickets (50$) geschenkt hätten und sie dafür nicht von den zwei Nächten Umsatz (120$) verzichten müssten. Außerdem hätten sie noch zusätzlichen Umsatz mit uns gemacht, denn die X-Base ist ein „No BYO“ (bring-your-own)-Alkohol Hostel, was uns dazu gezwunden hätte einige Drinks hier zu kaufen. Aber so weit haben sie nicht gedacht, so dass wir nun zum 31.12.2007 hier ausgezogen sind. Für uns wars etwas enttäuschend, denn wir hatten diese Location extra für Silverster ausgesucht und wir uns schon sehr darauf gefreut hatten Silverster auf einer Insel zu verbringen, aber so sollte es nun mal sein. In Townsville gibts ja schließlich auch genügend Strände.
  7. Beleuchtung: hier gibts an einigen Häuser, wie z.B. an unserem, eine Lampe. Diese wäre super zur Beleuchtung der Gehweg Nacht, so dass man es sieht bevor man auf einen Riesenkäfer tritt. Aber leider funktionieren diese nicht und wir haben auch kein Interesse daran von der X-Base gesehen diese in Betrieb zu nehmen. Super.
  8. Insekten: an der X-Base gibts es unzählige Arten und Größen von Insekten. Das ist nicht deren Problem, sondern viel mehr eine Eigenschaft eines tropischen Klimas, aber ich empfehle hier vom ersten Tag an Insektenspray in der Handtasche zu haben.Wir z.B. hatten in unserem Haus winzige Ameisen gehabt, die man nicht nur kaum gesehen hat, sondern sie auch nicht gespürt hat, wenn sie auf einem runkrabbeln und unzählige Bisse hinterlassen. Sowas ist uns eines Nachts passiert und wir sahen nicht nur rot gepunktet aus (so als hätten wir Windpocken), sondern hatten auch einige Tage mit den juckenden Stellen zu kämpfen.

~ von D! am Januar 13, 2008.

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